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Die Internationale (Neufassung 2005)

von Linda Stibler

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
Genug mit aller Schinderei!
Damit es endlich besser werde
und jeder Mensch geachtet sei!
Die Reichen werden immer reicher,
wir Andern aber sind in Not:
Missbraucht, geplündert und gefeuert,
zum Schluss von Armut noch bedroht.
Völker, hört die Signale! Auf, zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.

Es rettet uns kein klug Geschwätze
von Wirtschaftswachstum und Gewinn
als wären es Naturgesetze:
Das Marktgeschrei macht keinen Sinn.
Denn die Gier wird diese Welt zerstören,
es geht um unsre Existenz!
Die Welt darf ihnen nicht gehören,
wir ziehen jetzt die Konsequenz:  Völker, hört...

Solidarität mit allen, die sich wehren
für Frieden und Gerechtigkeit!
Die Hoffnung kann nur uns gehören,
sie weist in die neue Zeit,
wo die Freiheit nicht nur für die Einen,
nein, für alle Menschen gilt.
Das ist die Freiheit, die wir meinen
und die mit Freude uns erfüllt.   Völker, hört…


zur Entstehung des Textes: Seit 2005 gibt es in Basel den 1.Mai-Chor. Es waren am Anfang nur eine Handvoll Leute, die damals an der 1. Mai Demonstration als Strassenchor teilnahmen. Sie sangen alte Arbeiterlieder und Revolutionslieder aus beinahe zwei Jahrhunderten. Darunter auch die Internationale. Ihr antiquierter Text ist jedoch heute kaum mehr nachvollziehbar. Das ermutigte mich zu einer Neufassung, die der Chor jetzt jedes Jahr singt. Mittlerweile ist der 1.Mai-Chor enorm gewachsen; manchmal nehmen weit über hundert Sängerinnen und Sänger teil.

Text auf A4 Blatt zum Ausdruck (pdf)


Impressum
Hrsg. Linda Stibler, Basel.
Erste Fassung: Juni 2007 (ts)
Letzte Änderung: August 2017  (ts)